Lichtpult – Zweck, Funktionsweise und mehr

Der Artikel erklärt die Funktion und Arten von Lichtpulten, die in der Veranstaltungstechnik zur Steuerung von Lichtshows genutzt werden. Es unterscheidet verschiedene Typen wie Preset-, Szenen-, Theater- und Hybridpulte, die je nach Anforderungen wie einfache Steuerung oder komplexe Effekte eingesetzt werden können. Zudem wird der Vergleich zwischen Licht- und Lasershows hervorgehoben, wobei Lasershows größere Gestaltungsmöglichkeiten bieten.

Was ist ein Lichtpult?

Ein Lichtpult ist eine Steuerungseinrichtung der Veranstaltungstechnik. Es dient dazu, eine Lichtshow zu programmieren, abzuspeichern und bei Events zu Unterhaltungszwecken über Scheinwerfer wiederzugeben. Ein gewöhnliches Lichtpult besteht aus einem einzelnen Gerät. Die großen Pulte, die oft bei großen Konzerten eingesetzt werden, sind ganze Pultfamilien mit zahlreichem, diversen Zubehör.

Das Lichtpult lässt sich in vier Kategorien unterteilen:

  • Interfaces: Diese sind in der Regel über USB mit PC oder Laptop verbunden und steuern ebenfalls konventionelles und intelligentes Licht (abhängig von Interface und der eingesetzten Software).
  • Generic-Pulte: Diese Lichtpulte dienen zur reinen Steuerung von konventionellem Licht (z.B. klassische Scheinwerfer).
  • MovingLight-Pulte: Diese Lichtpulte steuern intelligentes Licht (z.B. bewegte Scheinwerfer).
  • Hybrid-Pulte: Diese Pulte können ein gemischtes Setup von konventionellen sowie intelligentem Licht steuern.

Wie funktioniert ein Lichtpult?

Die Funktionsweise hängt von der Art des jeweiligen Lichtpultes ab. Es existieren vier Lichtpult-Konzepte:

Preset-Pulte

Bei einem Preset-Lichtpult handelt es sich um die ursprünglichste Form der Lichtsteuerung. Mittels Fadern werden für jeden Kanal Helligkeitswerte eingestellt. Meist haben diese Pulte zwei Presets (voreingestellte Funktionskomibnationen), Flashtasten, Summenregler und eine Schaltung zur Licht-Überblendung mit einstellbarer Geschwindigkeit. Preset-Pult eignen sich für Lichtprojekte in kleinerem Umfang.

Szenen-Pulte

Pulte mit Szenenspeicher benötigen zur Steuerung einen Mikrocontroller und geben daher oft anstelle von 0–10 V Signalen ein DMX-Signal aus. Man stellt eine bestimmte Lichtstimmung ein und speichert diese im Lichtpult ab. Die Lichtstimmung lässt sich dann nach Belieben wieder abrufen und abspielen. Viele solcher Lichtpulte bieten zusätzlich einen Presetmodus. Außerdem werden häufig Sequenzen (teils per Musik steuerbar) angeboten.

Theater-Pulte

Theater-Pulte sind aufwändig gestaltete Pulte, die konventionelles sowie bewegtes Licht programmieren und steuern können. Theater-Pulte verfügen meist über DMX-gesteuerte Geräte, wie z.B. Nebelgeräte, Laptops für Beamer-Bildprojektionen oder Farbscroller und bestechen durch zahlreiche Funktions- und Lichtsteuerungsmöglichkeiten. So ist es möglich via Laptop das Lichtpult, Dimmeranlagen und sogar Movingheads per W-LAN zu steuern. Bei Proben kann man Lichtstimmungen ausprobieren und die Favoriten abspeichern.

Während des Events wird die gespeicherte Lichtshow geladen und abgespielt.
Theater-Pulte besitzen zudem ein redundantes Backup-System mit einem zweiten Lichtpult, das die Lichtsteuerung übernimmt, falls das Hauptpult ausfallen sollte.

Hybridpulte

Hybridpulte (oder Hybridkonsolen) steuern ebenfalls konventionelles und intelligentes Licht. Hierbei handelt es sich um Pulte, die bei größeren Show z.B. in stationären Musicals, TV-Shows und großen Theatern verwendet werden. Aufgrund des Aufwands werden hierfür häufig auch PCs mit spezieller Hardware eingesetzt.

Lichtshow oder Lasershow?

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